Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Unsere Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie wurde 1971 als zweite Klinik dieser Art in Nordrhein-Westfalen eröffnet. Früher verbannte man psychisch kranke Menschen in "Anstalten" vor den Toren der Stadt. Psychiatrische Kliniken an Allgemeinkrankenhäusern wollen dies ändern. Sie sehen ihre Aufgabe darin Vorurteile abzubauen. Denn jeder zweite bis dritte Mensch erlebt zumindest einmal in seinem Leben unverschuldet eine Zeit, in der er oder sie an einer behandlungsbedürftigen psychischen Störung leidet. Menschen mit psychischen Problemen sind also keine Minderheit. Im Gegenteil kann es jeden treffen, genauso wie Diabetes oder Bluthochdruck. Deshalb sollten Menschen mit psychischen Störungen selbstverständlich die Möglichkeit haben auch dort zu genesen, wo auch andere Erkrankungen behandelt werden: in einer Fachabteilung an einem Allgemeinkrankenhaus.
Unsere Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie hat zwei Schwerpunkte: Die Behandlung von Menschen mit Depressionen und die Behandlung mittels psychotherapeutischer Gespräche. Daneben behandeln wir, außer der Abhängigkeit von illegalen Drogen, alle seelischen Leiden. Insbesondere haben wir die vom Land NRW übertragene Aufgabe, die Bewohner des Stadtteils Hombruch psychiatrisch und psychotherapeutisch gemeindenah zu versorgen. Aber es wenden sich auch viele Menschen aus anderen Stadtteilen Dortmunds oder von außerhalb an uns.
Das wesentliche Element der seelischen Genesung ist ein warmherziger, vertrauens- und respektvoller Umgang und Kooperation miteinander. Dies ermöglicht Änderung, Wachsen und Werden, Entdecken neuer Möglichkeiten im Miteinander. Wir wollen, dass sich unsere Patienten ganz individuell betreut und sich in unserer Klinik persönlich gut aufgehoben fühlen.
Je nach seelischem Befinden werden psychotherapeutische Gespräche (sowohl tiefenpsychologisch, als auch verhaltenstherapeutisch), Trainingsmethoden und gegebenenfalls Medikamente in der Behandlung eingesetzt. Daneben kommen Soziotherapie, Ergotherapie, Kunsttherapie, Bewegungstherapie, Tanztherapie, Musik sowie Entspannungsverfahren, computergestütztes Hirnleistungstraining, Lichttherapie und Vieles mehr zum Einsatz. Ihre Bezugspflegekraft trägt durch ihren täglichen Kontakt mit Ihnen einen wichtigen Teil zur Genesung bei: Wesentliche Elemente sind hierbei die Gestaltung eines kooperativen und Vertrauen fördernden Milieus und das Training der praktischen Umsetzung der therapeutischen Ziele und nicht zuletzt die gemeinsame Strukturierung eines "sinnvollen" Tagesablaufs.
Jede Behandlungsform erfolgt individuell auf den Einzelnen abgestimmt und in Absprache mit dem Patienten: Sie erhalten jede Woche einen Therapieplan, dem Sie Ihre genauen Therapiezeiten entnehmen können. Bitte führen Sie Ihren Therapieplan immer zu den Therapien mit. Bitte machen Sie sich auch mit den Stationsregeln vertraut.
Neben dem diagnostischen Gespräch werden psychologische Testverfahren, körperliche Untersuchung, EEG (Hirnstrommessungen), Computertomographie oder MRT und Laboruntersuchungen durchgeführt. In Zusammenarbeit mit unserer internistischen Abteilung, dem St.-Johannes-Hospital und unseren Konsiliarärzten stehen alle medizinischen Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie zur Verfügung, so dass körperliche Erkrankungen selbstverständlich mitbehandelt werden können.
Ihre Fragen beantworten Ihnen Ihre Bezugspflegekraft und Ihr behandelnder Arzt oder Psychologe gerne. Darüber hinaus können Sie weitere Informationen zur Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie unseren gesonderten Broschüren entnehmen.












