Krankheitsbilder

Innere Medizin / Diabetologie

Nah am Menschen

Leitung:
Dr. med. Klemens M. Sondern

In unserer Klinik für Innere Medizin bieten wir Ihnen eine Notfall- und Intensivbehandlung auf einer hochmodernen Intensivstation. Aber auch bei „normalen“ internistischen Krankheiten garantieren wir Ihnen selbstverständlich die bestmögliche Therapie. Dafür sorgt in erster Linie unser kompetentes Personal: Angesichts des stets wachsenden technischen Fortschritts ist uns die menschliche Seite, das Einfühlen in Patienten und der Kontakt mit Angehörigen besonders wichtig. Selbstverständlich verfügen wir über eine apparative Ausstattung auf dem neuesten Stand.

 

Wir haben uns auf Patienten mit Diabetes mellitus spezialisiert. Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) hat uns offiziell als besonders qualifizierte Klinik für die Behandlung von Diabetikern anerkannt. Im großen Feld der Zivilisationskrankheit „Arteriosklerose“ befassen sich unsere angiologisch qualifizierten Ärzte neben Herzinfarkten und Schlaganfällen insbesondere mit der arteriellen Verschlusskrankheit. Das Marien Hospital ist anerkannte Schwerpunktklinik für Lymphologie.

Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)

Beim Typ-1-Diabetes handelt es sich um eine Autoimmunkrankheit, von der circa 400.000 Menschen in Deutschland betroffen sind. Das körpereigene Immunsystem richtet sich plötzlich gegen die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse und zerstört sie. Im Gegensatz dazu ist der Typ-2-Diabetes nicht die Folge eines Insulinmangels, sondern einer Insulinresistenz. Dieser Diabetes-Typ bleibt lange unentdeckt, weil anfangs kaum Beschwerden auftreten. Eine weitere Form der Diabetes-Typen ist die diabetische Retinopathie (Erkrankung der Netzhaut).

 

Wir therapieren alle Formen des Diabetes gemäß aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse. Patienten mit dem Diabetischen Fußsyndrom versorgen wir auf einer separaten Station. Ein speziell dafür ausgebildeter Chirurg nimmt notwendige Operationen in einem eigenen Eingriffsraum vor. Betroffene, die nicht stationär untergebracht sind, finden bei uns eine ganztägige Spezialambulanz vor, in die die niedergelassenen Ärzte sie überweisen können.

Symptome

Kennzeichnend für einen Diabetes Typ 1 sind Gewichtsverlust, trockene und juckende Haut sowie Übelkeit und Bauchschmerzen. Bei einem Diabetes Typ 2 kommt es oft zu Infektionen, schlecht heilenden Wunden und einem allgemeinen Schwächegefühl. In beiden Fällen leiden Betroffene unter starkem Durst und häufigem Harndrang. Sie fühlen sich müde und abgeschlagen. Die diabetische Retinopathie verläuft anfangs völlig unbemerkt. Meistens wird sie dann durch verschwommenes und unscharfes Sehen wahrgenommen. Rote Flecken im Gesichtsfeld sind ebenfalls ein typisches Merkmal.

Ursachen

Ursache des Typ-1-Diabetes ist fast immer eine Autoimmunreaktion. Über die Hintergründe ist nach wie vor sehr wenig bekannt. Oftmals spielen Erbanlagen eine Rolle: Dennoch erkrankt nicht jeder, der ein Elternteil mit Typ-1-Diabetes hat. Gefördert werden kann dieser Diabetes-Typ durch bestimmte Umweltfaktoren (frühzeitiger Kontakt mit Kuhmilch) oder Virusinfektionen.
Anders sieht es beim Typ-2-Diabetes aus. Hier spielen erbliche Veranlagung, Alter und Lebensweise eine entscheidende Rolle. Übergewicht und Bewegungsmangel lösen die Krankheit vielfach aus.
Zur diabetischen Retinopathie kommt es, wenn die kleinen Blutgefäße der Netzhaut beschädigt werden. Ein erhöhter Blutzuckerspiegel oder Bluthochdruck kann diese Verletzungen verursachen.

Therapie

 

  • Typ 1: Die individuellen Bedürfnisse stehen im Vordergrund, denn jeder Patient ist anders. Fakt ist jedoch, dass Betroffene das fehlende Insulin ein Leben lang ersetzen müssen. Daher entwickeln und vereinbaren wir gemeinsam Therapieziele, unter anderem: Beschwerden reduzieren, Lebensqualität verbessern, akute Komplikationen verhindern, den Blutzuckerspiegel bestmöglich einstellen sowie die Integration im sozialen Umfeld ermöglichen.
  • Typ 2: Basis der Therapie ist die Diabetes-Schulung. Der Fokus liegt darauf, dass Betroffene zu einem gesünderen Lebensstil finden. Dazu gehört, sich regelmäßig zu bewegen, Übergewicht abzubauen und sich ausgewogen zu ernähren. Falls notwendig, verabreichen wir Tabletten: Das Standardmedikament ist Metformin. Allerdings streben wir auch hier individuelle Therapieziele an.
  • Diabetische Retinopathie: Liegen bereits Sehschäden infolge einer diabetischen Retinopathie vor, können wir diese in der Regel nicht korrigieren. Eine Lasertherapie verhindert indes das Fortschreiten der Sehschwäche. Schritte wie diesen bespricht der Augenarzt mit dem Patienten.

Grundsätzlich arbeiten wir eng mit den Hausärzten zusammen. Im Schulungsverein Hombrucher Hausärzte führen wir zusammen mit den Kollegen aus der Region ambulante Fortbildungen für Diabetiker durch.

Diabetisches Fußsyndrom

Der diabetische Fuß (Diabetisches Fußsyndrom) ist eine Komplikation, die meistens auf einen langfristig erhöhten Blutzuckerspiegel folgt. Störungen und Ausfälle der zuständigen Nerven für Bein und Fuß tragen maßgeblich dazu bei. Man spricht hier auch von einer diabetischen Neuropathie: Sie sorgt dafür, dass die Warnfunktion des Schmerzes entfällt. So kann die Komplikation nicht rechtzeitig erkannt und versorgt werden. Unterstützt wird die Entwicklung des diabetischen Fußes zudem von einer gestörten Blutzirkulation. Die Folge: jährlich 30.000 Fuß-Amputationen in Deutschland.

 

Patienten mit dem Diabetischen Fußsyndrom versorgen wir auf einer separaten Station. Ein speziell dafür ausgebildeter Chirurg nimmt notwendige Operationen in einem eigenen Eingriffsraum vor. Betroffene, die nicht stationär untergebracht sind, finden bei uns eine ganztägige Spezialambulanz vor, in die die niedergelassenen Ärzte sie überweisen können.

Symptome

  • zunehmende trockene Haut an Unterschenkeln und Füßen, fehlende Schweißbildung
  • Taubheit in den Füßen
  • „Gehen wie auf Watte“
  • erhöhte Berührungsempfindlichkeit
  • stechende oder brennende Schmerzen
  • Krallenbildung der Zehen
  • tiefe, vereiterte Wunden

Ursachen

Die Hauptursache des diabetischen Fußes ist ein jahrelang überhöhter Blutzucker. Er löst Veränderungen an den Nerven und an den großen Blutgefäßen aus. Patienten nehmen die Schmerzen nicht wahr. Sie bemerken auch keinen Druck durch zu enge Schuhe und Temperaturunterschiede. Der Ausfall von Nerven trägt dann dazu bei, dass der Fuß beim Gehen anders abrollt. Die Zehen verformen sich zu Krallen. Symptomatisch ist weiterhin, dass sich im Vorfußbereich extrem viel Hornhaut bildet. Banale Verletzungen lösen oftmals eine Infektion aus, die letztlich bis zur Amputation führen kann.

Therapie

Am wichtigsten ist es, die Einstellung des Diabetes zu verbessern und die weiteren internistischen Erkrankungen zu behandeln. Außerdem ergreifen wir folgende Maßnahmen:

  • Behandlung der Wunden und Infektionen
  • Konsequente Druckentlastung
  • Einsatz eines Katheters bei Gefäßerkrankungen
  • Patientenschulungen

Erreichen wir mit diesen Schritte nicht den gewünschten Erfolg, können Operationen erforderlich werden. Ziel ist es hier, den erhöhten Druck von Knochen auf das Weichgewebe zu verringern, um ein Geschwür zu vermeiden. Aus dem gleichen Grund werden Sehnen verlegt oder Gelenke versteift. Sollte eine Infektion nicht mehr beherrschbar sein, müssen wir unter Umständen Sehnen und Gelenke entfernen.

Qualifizierte Entgiftung bei Alkoholkrankheit

Als qualifizierte Entgiftung verstehen wir eine Kombination aus einer rein körperlichen Entgiftung mit ersten therapeutischen Maßnahmen, die zur Abstinenz motivieren sollen. In aller Regel gehen wir von einer stationären Behandlung aus, bei der Patienten komplikationslos entgiften können. Wir diagnostizieren und behandeln auch die körperlichen Folgeschäden. Ein großer Vorteil unseres Hauses liegt darin, dass wir bei der Entgiftung ganzheitlich agieren. Während sich ein Team aus Ärzten, Pflegekräften, Sozialarbeitern, Seelsorgern, Physio- und Ergotherapeuten und einer Suchttherapeutin um die körperlichen Belange kümmert, betreuen unsere Fachkollegen aus der Psychiatrie und Psychotherapie die Patienten von psychologischer Seite. Der regelmäßige Kontakt mit Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen ist Bestandteil unseres Entgiftungskonzepts.

Hilfreiche Links

Kreuzbund DV Paderborn
http://www.kreuzbund-dv-pb.de/


Return Suchtselbsthilfe
http://www.return-s.de/


Anonyme Alkoholiker
http://www.anonyme-alkoholiker.de/content/04meet/04mliste.php?plzgebiet=44&titel=h04de


Arbeitskreis Qualifizierter Entzug in der Inneren Medizin
http://www.medizin-equipment.de/akqeim/

Herzschmerz (Angina Pectoris) / Herzinfarkt / Herzversagen / Herz-Kreislaufstillstand

Angina Pectoris bedeutet so viel wie ein Engegefühl in der Brust. Dieses Gefühl sowie Brustschmerzen oder Druck sind typisch für die koronare Herzkrankheit (KHK). Ein völliger Verschluss der Engstelle bewirkt, dass der betroffene Herzmuskelanteil abstirbt und es zu einem Herzinfarkt kommt. Was geschieht bei einem Herzinfarkt? Bedingt durch den akuten Verschluss eines Herzkranzgefäßes (Koronararterie) sterben Herzmuskelzellen ab. Herzversagen kann die Folge des Herzinfarkts sein und zum Tod führen. Tritt ein Kreislaufstillstand ein, müssen wir unverzüglich damit beginnen, den Patienten wiederzubeleben.

Symptome

  • Starke Schmerzen hinter dem Brustbein, die länger als fünf Minuten anhalten
  • Kalter Schweiß
  • Blässe
  • Engegefühl in der Brust
  • Atemnot

Ursachen

  • Rauchen
  • Ungünstige Blutfette
  • Bluthochdruck
  • Diabetes mellitus
  • Übergewicht, insbesondere Adipositas (Fettleibigkeit)
  • Bewegungsmangel
  • Ungesunde Ernährung
  • Psychosozialer Stress


Die häufigste Ursache für einen Herzinfarkt sind verkalkte Blutgefäße (Arteriosklerose).

Therapie

Bei einem Herzinfarkt liegt unser Fokus darauf, das verschlossene Herzkranzgefäß (Ursache des Infarkts) möglichst schnell wieder durchgängig zu machen. So können wir den Schaden am Herzmuskel möglichst klein halten. Es gibt zwei Therapieansätze:

  • Primäre perkutane Koronarintervention (PCI): Wir öffnen den Koronargefäßverschluss mit einem Ballonkatheter und setzen einen Stent ein.
  • Intravenöse Lysetherapie: Hierbei verabreichen wir dem Patienten Wirkstoffe in die Armvene. Sie sollen das Blutgerinnsel auflösen, das den Infarkt ausgelöst hat.

Ergänzend trägt ein gesundheitsbewusstes Verhalten – in Kombination mit Medikamenten – dazu bei, die Lebensqualität zu steigern.

Herzrhythmusstörung

Unter Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien) versteht man eine unregelmäßige Abfolge des normalen Herzschlags. Leichte Herzrhythmusstörungen nehmen Betroffene oft gar nicht wahr. Ein unregelmäßiger Herzschlag kann auch als „Rasen“ oder „Stolpern“ registriert werden.

Symptome

  • Herzschmerzen
  • Herzstolpern
  • Herzrasen
  • Schwindel
  • Ohnmachtsanfälle


Eine gefürchtete, aber seltene Komplikation der Herzrhythmusstörungen ist ein Herzinfarkt. Ein Schlaganfall oder der Verschluss eines Blutgefäßes (Embolie) können ebenfalls vorkommen.

Ursachen

Wir unterscheiden zwischen äußeren und organischen Ursachen. Zu den äußeren zählen:

  • Nervosität
  • Angst
  • Aufregung
  • Übermäßiger Konsum von Koffein und Alkohol
  • Konsum von Drogen und Giften
  • Nebenwirkung einiger Medikamente
  • Fieberhafte Infektionen
  • Starker Blähbauch


Organische Ursachen für Herzrhythmusstörungen sind:

  • koronare Herzkrankheit
  • Herzinfarkt
  • Herzmuskelerkrankungen
  • Herzmuskelentzündung
  • Herz- oder Herzklappenfehler
  • Bluthochdruck
  • Elektrolysestörungen
  • Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion

Therapie

  • Grundsätzlich richtet sich die Therapie nach der Art und dem Ausmaß der Herzrhythmusstörung: Nicht alle Störungen sind behandlungsdürftig. Priorität bei der Behandlung haben Ursachen wie Bluthochdruck, die koronare Herzkrankheit oder Schilddrüsenfunktionsstörungen.
  • Weiterhin setzen wir Medikamente ein: Dazu gehören die sogenannten Natrium-Kanal-Blocker, Beta-Rezeptoren-Blocker, Kalium-Kanal-Blocker und Kalzium-Antagonisten.
  • Eine andere Option ist die Kardioversion (Wiederherstellung des normalen Herzrhythmus). Wenn ein Herzstillstand droht, pflanzen wir einen Herzschrittmacher oder einen Defibrillator (Elektroschockgerät) ein.
Akute und chronische Magen-Darm-Erkrankungen

Beschwerden im Bereich des Magen-Darm-Kanals äußern sich als Schmerzen in bestimmten Bauchregionen. Oft gehen die Schmerzen mit Durchfall, Verstopfung, Erbrechen und Übelkeit einher. Der Magen mit Speiseröhre und Zwölffingerdarm ist eines der zentralen Organe, das auf vielfältige Weise Beschwerden hervorrufen kann – zum Beispiel Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre.

Symptome

  • Anhaltende Schmerzen
  • Pechschwarzer Stuhlgang
  • Erbrechen von Blut oder kaffeesatzartigem Auswurf

Ursachen

Die Einnahme bestimmter Medikamente und Krankheiten – zum Beispiel eine Überfunktion der Nebenschilddrüse – können die Entstehung von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren fördern. Fast alle Magengeschwür-Patienten, die keine Schmerzmittel nehmen, haben eine chronische Magenentzündung. Auslöser ist das Bakterium Helicobacter pylori. Bei Patienten mit einem Zwölffingerdarmgeschwür ist das bei 75 Prozent der Fall.

Therapie

  • Meist hilft eine medikamentöse Therapie. Beim Nachweis von Helicobacter pylori verabreichen wir Medikamente, die das Bakterium abtöten.
  • Geschwüre, bei denen das Bakterium nicht nachgewiesen wurde, behandeln wir nur symptomatisch. Dazu gehört, die Medikamente abzusetzen, die Geschwüre (Ulkus) begünstigen.
  • Weitere Empfehlungen: das Rauchen komplett aufgeben und Stress minimieren. Parallel dazu verabreichen wir Säureblocker, die dazu beitragen, dass die Geschwüre abheilen. Dieser Prozess sollte nach sechs bis acht Wochen durch eine Magenspiegelung überprüft werden.
  • In der Regel ist die Therapie ohne Operation möglich. Sollte jedoch eine Blutung im Rahmen einer Magenspiegelung nicht zum Stillstand gebracht werden können oder es zu einem Magendurchbruch kommen, ist sofort eine Operation notwendig.
Lungenentzündung (Pneumonie) / Bronchitis

Eine Lungenentzündung (Pneumonie) ist in den meisten Fällen auf eine Infektion zurückzuführen und gehört in Deutschland zu den Volkskrankheiten. Mit der passenden Behandlung hat der Patient sie nach einer Dauer von zwei bis drei Wochen überstanden. Bei der Bronchitis beschränken wir uns hier auf die chronische Bronchitis. Dies bedeutet, dass die Bronchien dauerhaft entzündet sind. Sie kann in eine obstruktive Form übergehen, bei der die Atemwege verengt sind.

Symptome

Chronische Bronchitis:

  • Husten und Auswurf über längere Zeit
  • Starke Atembeschwerden


Lungenentzündung:

  • Husten
  • Fieber
  • Schüttelfrost
  • Schneller Anstieg der Körpertemperatur

Ursachen

Sehr oft löst eine Infektion die Lungenentzündung aus: Dann ist von einer infektiösen Lungenentzündung die Rede. Manche Lungenentzündungen entstehen auch durch andere Reize wie beispielsweise eingeatmete Gase, Stäube oder Strahlen. Bei der chronischen Bronchitis gilt Rauchen als Ursache Nummer Eins.

Therapie

  • Die wirksamste Maßnahme bei einer chronischen Bronchitis: das Rauchen einstellen.
  • Medikamente bekämpfen nicht die Ursache, lindern aber die Symptome und verbessern das Wohlbefinden.
  • Bei einer Lungenentzündung bakterieller Art sind Antibiotika erforderlich. Je nach Schweregrad müssen wir den Patienten stationär behandeln. Kriterien hierfür sind das Alter des Patienten, Alkoholabhängigkeit, eine ausgedehnte Lungenentzündung sowie Störungen von Bewusstsein, Atmung oder Kreislauf.
Lungenerkrankung COPD

COPD (chronic obstructive pulmonary disease, auf deutsch: chronisch-obstruktive Bronchitis) ist die Folge einer chronischen Bronchitis. Zehn Prozent der Bevölkerung erkranken im Laufe des Lebens an dieser besonderen Form der Bronchitis. Sie geht mit einem Lungenemphysem (chronische Lungenerkrankung) einher. Mehrere Lungenbläschen verschmelzen dabei zu größer werdenden Blasen, die die Funktion der Lunge beeinträchtigen.

Symptome

Eine nicht ausgestandene Erkältung oder ein verschleimter Husten, der für längere Zeit anhält, sind deutliche Anzeichen einer chronischen Bronchitis. Sie geht fließend in eine COPD über. Die COPD lässt sich in vier Schweregrade einteilen: leichtgradig, mittelgradig, schwer und sehr schwer.

Ursachen

Wie bei der chronischen Bronchitis ist Rauchen die häufigste Ursache einer COPD. Rund 80 Prozent aller Fälle sind auf Nikotinkonsum zurückzuführen. Auch das regelmäßige Einatmen von Autoabgasen oder Feinstaub an einer stark befahrenen Straße wirken sich begünstigend auf eine COPD aus. Des Weiteren können bestimmte Erkrankungen wie Asthma, Mukoviszidose oder eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung die COPD negativ beeinflussen. Ursache und Folge können jedoch nur schwer identifiziert werden.

Therapie

  • Bei einem geringen Schweregrad verschreiben wir kurz-wirksame Medikamente, die die Bronchien erweitern. Hält das die COPD nicht auf, kommen sehr oft lang-wirksame bronchialerweiternde Sprays hinzu.
  • Als nächste Stufe verabreichen wir Kortison, das entzündungshemmend wirkt. Bei einer schweren COPD wird gegebenenfalls eine Sauerstoffbehandlung notwendig.
  • Viel Bewegung und gesunde Ernährung runden die COPD-Therapie ab. Wir empfehlen zusätzlich eine Schutzimpfung gegen Grippe und Pneumokokken.
Bluthochdruck (Hypertonie)

Der Kreislauf des Herzens besteht aus zwei Phasen: Blut in den Körper pumpen und Blut nachfüllen. Diese beiden Phasen wechseln sich ab. Während des Pumpens besteht ein höherer Druck als in der Füllphase. Die Normalwerte des Blutdrucks liegen im Bereich 120/80 mmHg. Die Abkürzung steht für Millimeter Quecksilbersäule – eine Einheit, die Druck angibt. Werte über 140/90 mmHg kennzeichnen einen Bluthochdruck (Hypertonie).

Symptome

Bluthochdruck wird vielfach erst spät erkannt, da sich lange keine Beschwerden zeigen. Treten jedoch Symptome wie Nervosität, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen oder Konzentrationsprobleme auf, sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen. Auch eine nachlassende Leistungsfähigkeit, Herzrhythmusstörungen oder Kopfschmerzen deuten auf Bluthochdruck hin.

Ursachen

Die Medizin spricht von zwei Formen des Bluthochdrucks, dem primären (häufig) und dem sekundären (selten). Der sekundäre Bluthochdruck tritt infolge anderer Krankheiten auf, manchmal auch in der Schwangerschaft oder unter bestimmten Medikamenten. Da ein Großteil der Hypertonie noch unerforscht ist, existieren nur einige, fassbare Risikofaktoren: Übergewicht, Bewegungsmangel und Stress. Rauchen und ein erhöhter Alkoholkonsum wirken sich ebenfalls ungünstig auf den Blutdruck aus. Die Gefahr, einen Bluthochdruck zu entwickeln, erhöht sich deutlich, wenn mehrere Risiken zusammenkommen.

Therapie

  • Eine gesunde Lebensweise mit einer ausgewogenen Ernährung und regelmäßiger Bewegung hilft oft, den Blutdruck zu senken. Reicht das nicht aus, verordnen wir Blutdrucksenker. Dabei setzen wir meist eine Medikamenten-Kombination ein.
  • Erzielen wir damit nicht den notwendigen Erfolg, gibt es ein technisches Therapieverfahren: die renale Denervation. Hierbei werden mit Hochfrequenzstrom Nerven in der Wand von Nierenarterien teilweise verödet.
  • Bei der sekundären Hypertonie gehen wir nach der Ursache vor. So lassen sich etwa die Funktionsstörungen der Schilddrüse gezielt behandeln.
Schlaganfall (Apoplex)

Unter einem Schlaganfall (Apoplex) verstehen wir eine mehr als 24 Stunden anhaltende Störung der Gehirnfunktion. Sie entsteht, wenn ein Hirnbereich nur unzureichend mit Blut versorgt wird. Die grauen Zellen in einem bestimmten Gehirnbereich erhalten so nicht mehr genügend Sauerstoff und Nährstoffe. Dadurch drohen die Zellen abzusterben. Die Schwere eines Schlaganfalls hängt davon ab, wie stark die Durchblutung beeinträchtigt ist. Jeder Schlaganfall gilt als Notfall!

Symptome

Die Symptome eines Schlaganfalls können unterschiedlich sein und sind daher auch nicht leicht erkennbar. Folgende Anzeichen deuten aber sehr oft auf einen Schlaganfall hin:

  • Sprechstörungen (undeutliches Sprechen, Wiederholungen von Wörtern)
  • Verminderte Ausdrucksfähigkeit (der Betroffene äußert sich sinnlos)
  • Schwindel und plötzlich auftretende Gleichgewichtsstörungen
  • Bewusstlosigkeit
  • Plötzliche einseitige Lähmung, insbesondere im Arm und/oder Bein
  • Einseitiges Taubheitsgefühl in Arm, Bein, im Gesichtsbereich, Lähmung einer Gesichtshälfte
  • Extrem starke Kopfschmerzen

Ursachen

Es gibt zwei Hauptursachen für einen Schlaganfall: Blutmangel durch einen Gefäßverschluss (Ischämie) und die Einblutung (Hämorrhagie). Die Ursache für den ischämischen Infarkt ist zu 80 Prozent ein verstopftes Blutgefäß. Beim hämorrhagischen Infarkt liegt eine Blutung vor. Dabei reißt eines der Hirngefäße. Das enthaltene Blut tritt in das umliegende Gehirngewebe ein.

Therapie

  • In der Notfalltherapie geht es zunächst darum, das Leben des Patienten zu erhalten und sein Gehirn zu schützen. Anschließendes Ziel ist es, die Funktionen, die durch den Schlaganfall beeinträchtigt worden sind, bestmöglich wiederherzustellen.
  • Bei einem ischämischen Schlaganfall ist es wichtig, die Durchblutung des betroffenen Gehirnbereichs zu ermöglichen. Hier steht die sogenannte Lyse (medikamentöse Auflösung eines Blutgerinnsels) im Fokus der Behandlung.
  • Bei einem hämorrhagischen Schlaganfall müssen wir die Blutung möglichst schnell zum Stillstand bringen und negative Folgen vermeiden. Bei größeren Blutungen kann es nötig sein, das Blut mittels einer Operation zu beseitigen.
Durchblutungsstörungen / Thrombose

Durch Ablagerungen in den Gefäßwänden können in den Schlagadern (Arterien) Verengungen oder Verschlüsse entstehen. Fast immer sind Beine und Füße davon betroffen. Bei der Thrombose bildet sich ein Blutgerinnsel (Thrombus) in einem Blutgefäß oder im Herzen. Dieser Blutpfropf behindert den Blutstrom.

Symptome

Eine Thrombose bleibt oft unbemerkt. Bei folgenden Anzeichen gilt jedoch erhöhte Aufmerksamkeit:

  • Spannungsgefühl, Schweregefühl im betroffenen Bein/Fuß
  • Ziehende Schmerzen, die einem Muskelkater sehr ähnlich sind
  • Anschwellung eines Knöchels/Unterschenkels/ganzen Beins

Ähnlich verhält es sich bei den arteriellen Durchblutungsstörungen. Schmerzen im Bein, die beim Gehen zum Anhalten zwingen, sollten besonders beobachtet werden.

Ursachen

Die Hauptursache der arteriellen Durchblutungsstörungen ist die Verkalkung der Arterien (Arteriosklerose). Sie wird stark begünstigt durch:

  • Bluthochdruck
  • Rauchen
  • Diabetes mellitus
  • Fettstoffwechselstörungen


Für die Thrombose kommt hinzu:

  • Blutfluss (Blut fließt zu langsam)
  • Längere Inaktivität
  • Ausgedehnte Krampfadern
  • Herzschwäche
  • Druck auf das Gefäß

Therapie

  • Venöse Thrombosen behandeln wir in der Regel mit gerinnungshemmenden Medikamenten.
  • Bei Arm- und Beinvenenthrombosen hilft zudem ein Kompressionsstrumpf in Verbindung mit viel Ruhe. Zudem sollte der Arm/das Bein hochgelagert werden.
  • Ausgedehnte Thrombosen in Krampfadern entfernen wir durch einen kleinen Hautschnitt.
  • Eine Thrombose in einer Stammvene muss zügig operiert werden.
  • Sollten Bluthochdruck oder Diabetes die arterielle Durchblutungsstörung verursacht haben, bilden diese Krankheitsbilder Ansatzpunkte für die Therapie.
  • Bei kurzstreckigen Gefäßverengungen oder Verschlüssen können wir unter Röntgenkontrolle das Gefäß mit einem Ballonkatheter ausdehnen oder wieder öffnen. Unter Umständen setzen wir einen Stent ein.
  • Langstreckige Verengungen etwa in der Leiste oder Verschlüsse behandeln wir per Operation.
>> Weitere Leistungen
  • Untersuchungen bei Verdacht auf Tumoren
  • Untersuchungen bei hämatologischen oder auch anderen unklaren schwerwiegenden Erkrankungen